30 | 04 | 2017

150 Jahre

Liebe Mitglieder,                                                                                         

liebe Freunde des TSV 1860 Hanau e. V.,

 

Das zurückliegende Jahr war für unser Land und für viele von uns, besonders ereignisreich.

Die Weihnachtszeit bietet eine gute Gelegenheit einmal inne zu halten und sich auf seine Liebsten zu konzentrieren.

 

Freuen wir uns auf diese besondere, besinnliche Zeit im Kreise unserer Lieben.

Freuen wir uns, dass wir mit Familie und Freunden Zeit gemeinsam verbringen können.

 

Ich wünsche euch von ganzem Herzen – nutzt diese Zeit für fröhliche und festliche Stunden.

 

Mit diesem Gruß verbinde ich den HERZLICHEN DANK an alle, für die geleistete Arbeit

und für die Bereitschaft sich auch zukünftig aktiv für unseren TSV 1860 Hanau e. V. zu engagieren!

 

Ich wünsche Euch und Ihnen, sowie euren Familien, ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest,

einen guten Wechsel ins neue Jahr, dass vor allem Gesundheit, Glück und Zufriedenheit bringen möge.                                                      

  

                                                             Uwe Niemeyer 

                 1. Vorsitzender - TSV 1860 Hanau e. V.            

 

                                      

 

150 Jahre TSV 1860 Hanau

Akademische Feier in der Sandelmühle

Ein aufregendes aber auch schönes und arbeitsreiches Jubiläumsjahr neigt sich mit der akademischen Feier ihrem Ende zu. Helge Farr konnte mit Stolz berichten, dass alle Ideen umgesetzt werden konnten. Lediglich der DFB schickte trotz Zusage keine Frauennationalmannschaft zu einem Spiel nach Hanau. Doch dies ließ sich vom Verein bei den vielen Höhepunkte in diesem Jahr verschmerzen. Ohne den Einsatz der vielen ungenannten Vereinsmitglieder wären die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr nicht durchzuführen gewesen.

Als Festredner der akademischen Feier konnte der Verein Landrat a.D. Karl Eyerkaufer gewinnen. Neben ihm war viel politische Prominenz zugegen; so Landrat Erich Pipa, OB Claus Kaminsky, die OB‘s a.D. Margret Härtel und Hans Martin, Stadtrat Axel Weiss-Thiel. Ebenso waren diverse Sportverbände durch Thorsten Becker (Hess. Fußballverband), Rolf Dieter Beinhoff (Hess. Turnverband), Stefan Bahn (Sportkreis Hanau für den Landessportbundes Hessen) und Ulrich Müller und Maja Pfannemüller (Turngau OF-HU) vertreten. Neben den Vertretern von Verbänden wie Adolfo Russo (Ausländerbeirat) und Parteien Wulf Falkowski (SPD Lamboy) sowie Isabelle Münch (CDU Hanau-Kernstadt) freute sich der Verein über die Anwesenheit von Robert Restani (Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hanau). Selbstredend wohnten auch der Ehrenvorsitzende Sebastian Bache und die Ehrenvorstandsmitglieder Kurt Völler, Maria Wieland, Hans Baltuschart, Dieter Neidhardt und Norbert Engel der Feier bei.

Eröffnet wurde die akademische Feier zum 150-jährigen Vereinsjubiläum durch die Gruppe Zeitsprung aus der Gymnastikabteilung der 60er. Sie führten ihre Interpretation von Schwanensee (2. Akt) vor, mit der sie die Anwesenden mehr als beeindruckten.

Plenum bei der akademischen Feier


In seinem Grußwort verwies Landrat Erich Pipa auf die Historie der 60er. Die weiße Taube als Gründungsgaststätte und heute noch existent sowie Rudi Völler widmete er genauso viel Bedeutung zu, wie der sozialen Verantwortung, die durch die vielen Ehrenamtlichen im Verein vorgelebt wird.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky gratulierte im Namen der Stadt und verwies auf die Bedeutung der 60er für die Stadt und die Region. Er hob die Stellung der Vereine in der Gesellschaft hervor und betonte, dass die Vereine seitens der Stadt weiterhin mit Unterstützung rechnen dürfen. In Namen des hessischen Ministerpräsidenten überreichte er Helge Farr die silberne Ehrenplakette des Landes.

Schwerpunkt der Festrede von Landrat a.D. Karl Eyerkaufer war das Vereinswesen. Die ersten Anfänge der Mitgestaltung durch Bürger sind schon bei Aristoteles und Perikles zu finden; die sich bei den Römern fortsetzen. Ein Vereinswesen, wie wir es hier in Deutschland praktizieren, ist in vielen Ländern wie z.B. China, USA oder auch teilweise in europäischen Ländern unbekannt. Dabei sind die Vereine mit ihren Übungsleitern gerade für die Integration wichtig, denn hier finden Migranten einen Zukunfts- bzw. Zufluchtsort. Somit fällt den Vereinen in unserem Lande eine wichtige Rolle zu, wenn nicht sogar die Schlüsselrolle. Der lang anhaltende Beifall bestätigte den Festredner in seinen Ausführungen.

Auch die Aufführung des Sketches über den Verbleib von fl. 1048,91 durch Ulrike Hanstein und Rosi van Kleeff beschäftigte sich mit der Vereinshistorie. In besten Hanauerisch kamen die beiden Komödiantinnen vom Gardinenweiß und der Zigarre zu den Tabakarbeitern und der Inhaftierung von 20 Vereinsmitgliedern der Tabakarbeiterassociation anno 1851. Letztlich konnte auch sie nicht klären, wo die konfiszierte Vereinskasse verbleiben ist.

Nach dieser Auflockerung sprach Stefan Bahn und überbrachte dem Verein zwei Gutscheine für Übungsleiterlehrgänge.

Rolf Dieter Beinhof hielt eine glühende Rede zu Turnvater Jahn, dessen Thesen noch heute Bestand hätten. Im Anschluss überreichte er Helge Farr das Friedrich-Ludwig-Jahn-Schild des Turnerbundes.

Danach richteten noch Thorsten Becker vom Hess. Fußballverband, Reinhard Strasser vom Alpenverein Hanau, Wulf Falkowski von der SPD-Lamboy und Isabelle Münch von der CDU Hanau-Kernstadt Grußworte an den Verein.

Paul Gast vom Leichtathletikkreis OF-HU zeichnete im Anschluss an sein Grußwort Heinz Spachovsky für sein lebenslanges leichtathletisches Wirken mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletikverbandes aus.

Während der gesamten akademischen Feier war der 60er eigene Charme zu spüren und zu erleben. Mit einem Sektempfang und Stehimbiss im Anschluss endete die mehr als erfolgreiche Veranstaltungsreihe des TSV 1860 Hanau im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens.

Slideshow mit Bildern von der akademischen Feier


60er feierten ihren Gründungstag

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Turnbewegung auch von der Obrigkeit nicht mehr aufzuhalten. In den Turnvereinen waren viele der damaligen demokratischen Kräfte tätig und viele verhalfen mit der Mitgliedschaft in einem Turnverein diesen Kräften zum Erfolg.

Auch in Hanau, wo damals viele Zigarrenarbeiter ansässig waren, beabsichtigten die Zigarrenarbeiter einen Turnverein zu gründen. Am 9. Nov. 1860 trafen sich in der Gaststätte „Zur Weißen Taube“ (existiert heute noch und wird vom Vereinsjugendwart Emilio de la Paz betrieben) 17 Zigarrenarbeiter und gründeten den „Turnverein der Cigarrenarbeiter“. Unter den Gründern befanden sich bekannte Hanauer wie Matthias Daßbach und der spätere Vereinsvorsitzende Konrad Lang. Konrad Lang gehörte auch neben den Herren Hoffmann, Prior und Weißbrodt zu den am 23. März 1851 in der Weißen Taube nach einer Denunzierung Festgenommenen, die jedoch Tage später in Kassel freigesprochen wurden. Die konfiszierte Vereinskasse des Vorgängervereins (Association der Cigarrenarbeiter) mit fl 1.048,91 blieb bis heute verschwunden.

Am Gründungstag des Vereins (9. Nov.) trafen sich die 60er natürlich in der „Weißen Taube“. Dieses Lokal ist die drittälteste noch betriebene Gaststätte in Hanau! Es dürfte kaum noch andere Vereine in Deutschland geben, die ihren Gründungstag nach 150 Jahren noch in der Gründungsgaststätte feiern können! Der 1. Vorsitzende Helge Pfaff begrüßte alle Anwesenden und verwies kurz auf die langjährige und erfolgreiche Geschichte des Vereins. Vor allem bedankte er sich bei allen, die zum 150-jährigen Vereinsjubiläum sowohl Ideen als auch Tatkraft beisteuerten.

Gründungsfeier

Norbert Engel begrüßt Ulrike Hanstein und Rosi van Kleeff vor Ihrem Vortrag.

Für den Höhepunkt des Abends sorgten Ulrike Hanstein und Rosi van Kleeff, die einen Sketch zu den verschwundenen fl. 1048,91 vortrugen. In perfektem Hanauerisch brachten Sie die Geschichte des Vorgängervereins in einem Zwiegespräch perfekt auf den Punkt. Ulrike Hanstein hat sich mit dem Schreiben der Texte selbst übertroffen. Beifall der 60er unterbrach immer wieder kurzzeitig den Vortrag. Die beiden Damen werden auch am Sonntag bei der akademischen Feier zum 150-jährigen Vereinsjubiläum erneut auftreten.

Bilder von der Gründungsfeier als Slideshow

Clip des Vortrages von Ulrike Hanstein und Rosi van Kleeff zu fl 1.048,91

August-Schärttner-Halle tobte.

60er organisierten Topereignis Rendezvous der Besten.Rendezvous der Besten

Das Bundesfinale der besten Show-Gruppen innerhalb des DTB riss die Zuschauer von den Sitzen. Ein Zuschauer sprach davon, dass die Show fernsehreif sei.
Die Themen der einzelnen Darbietungen hatten ein breites Spektrum. Eine Gruppe hatte die Atmosphäre eines Pariser Straßencafes gewählt, eine andere die Schlümpfe oder Wickie und die starken Männer, das Spiel Mensch ärgere Dich nicht, den Urwald, Breakdance und und und. Jede Darbietung bezauberte durch ihren eigenen Charme. Neben der sportlichen Leistung überzeugten die tollen Choreographien und passend dazu die phantasievollen Kostüme. Die Auftritte lagen mal im tänzerischen Bereich, mal wurde der akrobatische Teil akzentuiert; häufig von Lichteffekten unterstützt. Alle Auftritte waren exakt geturnt, synchron im Bild, das sie bildeten und im Takt zur Musik. Und diese passende musikalische Untermalung animierte die Zuschauer immer wieder zum Mitklatschen. Bei einigen Auftritten waren bewusst lustige Passagen eingearbeitet, die die Zuschauer zu Beifallsstürmen hinrissen.

Das i-Tüpfelchen war der Abschlussauftritt aller Aktiven. In der abgedunkelten Halle kamen die Aktiven mit grünen Leuchtstäben über Treppen auf die Showfläche, die Zuschauer klatschen im Takt der Musik dazu und die Stimmung war auf dem Siedepunkt. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst!

Immerhin waren 750 Aktive nach Hanau gekommen, von denen 350 teilweise in Schulen übernachteten. So hatten sich die Jazzdancerinnen aus Elmshorn erst kurzfristig entschlossen am Landesentscheid teilzunehmen. Sie qualifizierten sich für das Bundesfinale in Hanau und der DTB nominierte sie für ihre tolle Darbietung direkt für die Gymnaestrada 2011 (weltweites Breitensportturnfestival) in Lausanne.

Möglich wurde die Show nur durch den TSV 1860 Hanau, der in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer waren am Werk, angefangen mit der Planung/ Organisation über die Realisierung und Umsetzung in der Halle. Man kann dem Verein nur danken und gratulieren, ein solches Ereignis in dieser Top-Qualität reibungslos durchgeführt zu haben.

Der Dank des Vereins richtet sich auch an die Stadt Hanau, die in Person des Oberbürgermeisters Claus Kaminsky und des Sportamtsleiters H. Ritter den Verein vorbildlich unterstützte.

Slideshow mit Bildern vom Rendezvous der Besten

Verein ehrte treue und verdiente Mitglieder

Die Jubilarenehrung des TSV 1860 Hanau musste terminlich dem Jubiläumsjahr Tribut zollen. Anstatt im November wurden die Ehrungen der verdienten Mitglieder bereits im September vorgenommen, denn der Verein bündelt alle Kräfte für das Rendezvous der Besten und die akademische Feier zur Vereinsgründung im November.

Jubilare2010


Alle anwesenden geehrten Vereinsmitglieder.

 

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