18 | 08 | 2017

TSV 1860 Hanau e.V.

TSV 1860 trauert um Ehrenvorsitzenden Sebastian ( Bastl) Bache.

Im Alter von 92 Jahren verstarb der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende der „60er“

Mit großer Trauer haben die „60er“, der TSV 1860 Hanau e. V, die Meldung vom Tod ihres Ehrenvorsitzenden entgegengenommen. „Der TSV 1860 und Sebastian Bache – das war über 70 Jahre eine intensive und starke Verbindung“ so der amtierende
1. Vorsitzende, Uwe Niemeyer.

Bastl Baches aktive Zeit als Vorsitzender währte bis 1990. Im Anschluss übernahm er das Amt des Ehrenvorsitzenden. In seiner aktiven Zeit erhielt er mehrfach hohe Auszeichnungen. Darunter die Sportplakette der Stadt Hanau, die goldene Verdienstnadel des Main-Kinzig-Kreises, den Ehrenbrief des Landes Hessen und sogar das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Daneben gab es in der Presse und bei den Mitgliedern zusätzliche Ehrenbezeichnungen. Diese griffen verschiedene Zeitungen anlässlich seines
90ten Geburtstages auf. „Ein Ur-Hanauer“, „mit Leib und Seele ein 60er“ sowie „Mister TSV“.
Für den 1. Vorsitzenden Uwe Niemeyer ein schöner und sehr passender Ausdruck für die Wertschätzung die Sebastian
  Bache entgegengebracht wurde und in besonderer Weise ausgezeichnet hat. 
 

 


„Sein Einsatz, seine Leidenschaft, sein vielfältiges Engagement hat unseren Verein geprägt!“ so Uwe Niemeyer
Sebastian Bache schloss sich als junger Mann dem TSV 1860 Hanau e. V. an. Seine Leidenschaft war der Fußball. Damals spielte der TSV in der Landesliga. Er war Spielausschussvorsitzender und übernahm später den Vorsitz des Vereins. Diese Funktion an der Spitze hielt er 25 Jahre inne. Eines seiner großen Verdienste ist die Errichtung des Vereinsheims „Sandelmühle“ im Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten.
  Nach langwieriger Planung, Vorbereitung und der Bauphase wurde das Vereinsheim 1986 eingeweiht. Der „Hanauer-Anzeiger“ schrieb damals
„…das schönste Vereinshaus im Main-Kinzig-Kreis“.
Während seiner Amtszeit legte er großen Wert auf die Jugendarbeit. Sebastian Bache hat großen Anteil daran, dass der TSV heute weit über die Grenzen hinaus als der Verein bekannt ist, bei dem der Weltmeister von 1990 sowie spätere Hanauer Ehrenbürger Rudi Völler das Fußballspiel von der Pike auf lernte.

 

Beeindruckt zeigen sich die Mitglieder „seines“ Vereins von der Lebensleistung Bastl Baches. Er engagierte sich in anderen Vereinen, unter anderem dem Schützenverein „Gut Ziel 1928“ und war stets ein verantwortungsbewusster und politischer  Mensch.
Er absolvierte zunächst eine Mechaniker- und Schlosserausbildung und arbeitete bei der „Quarzlampen GmbH“. Sein Einsatz galt den Kolleginnen und Kollegen in seinem Unternehmen und später bei Heraeus. Bereits 1951 übernahm er Verantwortung als Betriebsrat und Betriebsratsvorsitzender. 40 Jahre lang war er Delegierter der IG-Metall. Von „seiner“ Gewerkschaft erhielt er 2012 die „Hans-Böckler-Medaille.

Sebastian Bache nahm bis zu Letzt Anteil am Vereinsgeschehen der „60er“ und rund um „seine“ „Sandelmühle“. Der Verein verliert eine große Persönlichkeit, die sich stets mit allen Kräften für den Verein, um die Mitglieder und für das Allgemeinwohl eingesetzt hat. Für den 1. Vorsitzenden Uwe Niemeyer, bleibt  Bastl Bache ein Vorbild.
„eine Persönlichkeit die sich für andere Menschen stark macht, die sich –ein Leben lang- für das Allgemeinwohl einsetzt, die nicht nur redet, sondern handelt, verdient unseren höchsten Respekt!“ so Uwe Niemeyer

In Gedanken sind die Vereinsmitglieder bei Bastl Baches Familie und den Hinterbliebenen. Seiner Lebensgefährtin Margarethe Lach, seinen drei Töchtern, Enkeln und Urenkeln. Auch Ihnen gebührt große Anerkennung für die wertvolle Unterstützung, ohne die das umfangreiche Wirken von Bastl Bache nicht möglich gewesen wäre.