26 | 04 | 2019

150 Jahre

150 Jahre TSV 1860 Hanau

Akademische Feier in der Sandelmühle

Ein aufregendes aber auch schönes und arbeitsreiches Jubiläumsjahr neigt sich mit der akademischen Feier ihrem Ende zu. Helge Farr konnte mit Stolz berichten, dass alle Ideen umgesetzt werden konnten. Lediglich der DFB schickte trotz Zusage keine Frauennationalmannschaft zu einem Spiel nach Hanau. Doch dies ließ sich vom Verein bei den vielen Höhepunkte in diesem Jahr verschmerzen. Ohne den Einsatz der vielen ungenannten Vereinsmitglieder wären die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr nicht durchzuführen gewesen.

Als Festredner der akademischen Feier konnte der Verein Landrat a.D. Karl Eyerkaufer gewinnen. Neben ihm war viel politische Prominenz zugegen; so Landrat Erich Pipa, OB Claus Kaminsky, die OB‘s a.D. Margret Härtel und Hans Martin, Stadtrat Axel Weiss-Thiel. Ebenso waren diverse Sportverbände durch Thorsten Becker (Hess. Fußballverband), Rolf Dieter Beinhoff (Hess. Turnverband), Stefan Bahn (Sportkreis Hanau für den Landessportbundes Hessen) und Ulrich Müller und Maja Pfannemüller (Turngau OF-HU) vertreten. Neben den Vertretern von Verbänden wie Adolfo Russo (Ausländerbeirat) und Parteien Wulf Falkowski (SPD Lamboy) sowie Isabelle Münch (CDU Hanau-Kernstadt) freute sich der Verein über die Anwesenheit von Robert Restani (Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hanau). Selbstredend wohnten auch der Ehrenvorsitzende Sebastian Bache und die Ehrenvorstandsmitglieder Kurt Völler, Maria Wieland, Hans Baltuschart, Dieter Neidhardt und Norbert Engel der Feier bei.

Eröffnet wurde die akademische Feier zum 150-jährigen Vereinsjubiläum durch die Gruppe Zeitsprung aus der Gymnastikabteilung der 60er. Sie führten ihre Interpretation von Schwanensee (2. Akt) vor, mit der sie die Anwesenden mehr als beeindruckten.

Plenum bei der akademischen Feier


In seinem Grußwort verwies Landrat Erich Pipa auf die Historie der 60er. Die weiße Taube als Gründungsgaststätte und heute noch existent sowie Rudi Völler widmete er genauso viel Bedeutung zu, wie der sozialen Verantwortung, die durch die vielen Ehrenamtlichen im Verein vorgelebt wird.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky gratulierte im Namen der Stadt und verwies auf die Bedeutung der 60er für die Stadt und die Region. Er hob die Stellung der Vereine in der Gesellschaft hervor und betonte, dass die Vereine seitens der Stadt weiterhin mit Unterstützung rechnen dürfen. In Namen des hessischen Ministerpräsidenten überreichte er Helge Farr die silberne Ehrenplakette des Landes.

Schwerpunkt der Festrede von Landrat a.D. Karl Eyerkaufer war das Vereinswesen. Die ersten Anfänge der Mitgestaltung durch Bürger sind schon bei Aristoteles und Perikles zu finden; die sich bei den Römern fortsetzen. Ein Vereinswesen, wie wir es hier in Deutschland praktizieren, ist in vielen Ländern wie z.B. China, USA oder auch teilweise in europäischen Ländern unbekannt. Dabei sind die Vereine mit ihren Übungsleitern gerade für die Integration wichtig, denn hier finden Migranten einen Zukunfts- bzw. Zufluchtsort. Somit fällt den Vereinen in unserem Lande eine wichtige Rolle zu, wenn nicht sogar die Schlüsselrolle. Der lang anhaltende Beifall bestätigte den Festredner in seinen Ausführungen.

Auch die Aufführung des Sketches über den Verbleib von fl. 1048,91 durch Ulrike Hanstein und Rosi van Kleeff beschäftigte sich mit der Vereinshistorie. In besten Hanauerisch kamen die beiden Komödiantinnen vom Gardinenweiß und der Zigarre zu den Tabakarbeitern und der Inhaftierung von 20 Vereinsmitgliedern der Tabakarbeiterassociation anno 1851. Letztlich konnte auch sie nicht klären, wo die konfiszierte Vereinskasse verbleiben ist.

Nach dieser Auflockerung sprach Stefan Bahn und überbrachte dem Verein zwei Gutscheine für Übungsleiterlehrgänge.

Rolf Dieter Beinhof hielt eine glühende Rede zu Turnvater Jahn, dessen Thesen noch heute Bestand hätten. Im Anschluss überreichte er Helge Farr das Friedrich-Ludwig-Jahn-Schild des Turnerbundes.

Danach richteten noch Thorsten Becker vom Hess. Fußballverband, Reinhard Strasser vom Alpenverein Hanau, Wulf Falkowski von der SPD-Lamboy und Isabelle Münch von der CDU Hanau-Kernstadt Grußworte an den Verein.

Paul Gast vom Leichtathletikkreis OF-HU zeichnete im Anschluss an sein Grußwort Heinz Spachovsky für sein lebenslanges leichtathletisches Wirken mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletikverbandes aus.

Während der gesamten akademischen Feier war der 60er eigene Charme zu spüren und zu erleben. Mit einem Sektempfang und Stehimbiss im Anschluss endete die mehr als erfolgreiche Veranstaltungsreihe des TSV 1860 Hanau im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens.

Slideshow mit Bildern von der akademischen Feier