18 | 01 | 2019

Fußball Herren

17.04.2016 TSV 1860 Hanau vs. Türk Gücü Hanau

TSV 1860 Hanau vs. Türk Gücü Hanau  0 : 5

Ex-60er Michele Moscelli kannte kein Erbarmen

Die Hiobsbotschaft kam vor dem Spiel. Die Innenverteidigung fiel aus; Engin Yarasir verletzt und Michael Hardin war bei seiner Frau im Krankenhaus; der Nachwuchs hatte sich angekündigt. Von dieser Stelle auch im Namen der Mannschaft und den Offiziellen des Vereins herzlichen Glückwunsch an die junge Familie.

Bereits mit der Anfangsphase fing der „gebrauchte Tag“ der 60er an. Ein missglückter Rückpass, der Ex-Sechziger Michele Moscelli sprang dazwischen und es stand 0:1. Danach hielten die Hausherren wider Erwarten gut mit, ohne jedoch zwingend zu werden. Doch kurz vor der Pause ein langer Ball, eine gute An- und Mitnahme – 0:2.

Nach der Pause merkte man den Nackenschlag den 60ern an. Das Selbstvertrauen schwand mehr und mehr und es machte sich dann logischerweise fehlende Selbstsicherheit bemerkbar. Zwei Elfmeter (Michele Moscelli) und ein Super-Freistoß in den Winkel besiegelten die Niederlage der Hausherren mit 0:5.

Türk Gücü war den 60ern überlegen. Sie waren handlungsschneller, doppelten immer und gewannen so verdient. Trotzdem sind die Offiziellen optimistisch und schauen positiv nach vorne.

Durch die Niederlage und das gleichzeitige Unentschieden zwischen Wolfgang und Ostheim rutschten die Mannen von Spielertrainer Christian Marggraf auf den 14. Tabellenplatz mit 1 Punkt Vorsprung vor Wolfgang ab. Dieser Rang kann reichen, wenn aus der Gruppenliga keiner absteigt. Die SG Marköbel rangiert derzeit 2 Punkte vor einem Abstiegsrang.

Der kommende Sonntag, 24.04.2016 bringt das Auswärtsspiel beim Abstiegsmitkonkurrenten Sportfreunde Ostheim. Der Gegner holte aus den letzten 5 Spielen 5 Punkte, die 60er nur 1. Wenn der Schiedsrichter um 15:00h die Partie anpfeift ist auch Michel Kumar wieder dabei. Ihn hat es berufsbedingt im Winter nach Köln verschlagen. Nun hörte er von der unglücklichen Situation der Mannschaft und erklärte sich spontan bereit zu helfen. Weil ihm die Mannschaft und der Verein so ans Herz gewachsen sind, will er bis zum Rundenende jedes Wochenende aus Köln anreisen und dem Team helfen. Da kann man nur schreiben: Chapeau, welch Einstellung.