21 | 05 | 2019

Rudi Völler

- zurück zu seinen Wurzeln -

Rudi Völler 

Der 30. August 2002 war für unseren Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten und dem TSV 1860 Hanau eines der besonderen Höhepunkt in diesem Jahr. Unser Rudi war gekommen um der vom TSV 1860 Hanau genutzten Sportanlage, seinen Namen zu geben. Wir, die 60er und der Stadtteil können behaupten, dass er „unser“ Rudi ist.

Im April 1960 erblickte Rudi in der Lamboystraße 49 das Licht der Welt. Unterstützt wurde seine Mutter „Ilse“ von der allen alten Hanauern bekannten Hebamme Frau Knebel aus der Kleibömerstraße. Zwei Monate später, im Juni 1960 wurde der Sportplatz im Tümpelgarten dem TSV 1860 Hanau übergeben. Beide Ereignisse waren die Keimzellen für einen großen Fußballspieler der Weltklasse und einen   DFB-Teamchef namens Rudi Völler.

Die ersten 18 Jahre seines Lebens sind ganz eng mit dem Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten und der Sportanlage, die heute seinen Namen trägt verbunden. Ab dem 8. Lebensjahr wurde Rudi Mitglied des TSV 1860 Hanau (bis heute) um im schwarz/weißen Trikot dem Ball nachzujagen. Dies tat er bis zu seinem 16. Geburtstag. 1976 wechselte er zum er zum OFC und hatte damit einen Eckpfeiler in seinem Leben gesetzt, den Beginn einer großartigen Kariere eines großartigen Menschen.

Im April 2001, lange vor der so erfolgreichen Weltmeisterschaft in diesem Sommer war der Vorstand der 60er der Meinung, dass man diesen außergewöhnlichen Weg eines Hanauer Sportlers damit würdigen sollte, dass der Sportanlage, auf der Rudi   8 Jahre dem Ball nachjagte, der Name „Rudi Völler Sportanlage“ gegeben werden sollte. Auf Antrag der 1860er an die Stadtverordneten beschlossen diese, dass die Sportanlage künftig diesen Namen tragen wird. Eigentlich sollte dieser Akt im Rahmen eines von den 60ern veranstalteten Stadtteilfestes nach der WM 2002 durchgeführt werden. Auf Grund der von ihm und seiner deutschen Mannschaft so erfolgreich abgeschlossenen WM mußten die Pläne geändert werden. Das Hanauer Stadtparlament hatte beschlossen unseren Rudi zum Hanauer Ehrenbürger zu ernennen. In Absprache  mit der Oberbürgermeisterin wurden beide Ereignisse am 30. August verknüpft. Ein großer Tag für uns alle, Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten, TSV 1860 Hanau und Stadt Hanau. Nach dem Großereignis im Rathaus verbunden mit dem Fest auf dem Marktplatz kam Rudi zurück zu seinen Wurzeln. Vor dem Sportgelände am Philipp-August-Schleißner Weg konnten die Fans Rudi hautnah erleben. Außer mehreren hundert Fans aus dem Stadtteil und der ganzen Stadt war die gesamte Fußballjugendabteilung des TSV 1860 in ihrer Sportkleidung anwesend. Diese Buben und Mädchen wurden von Rudi direkt angesprochen und er plauderte aus seiner Kindheit und das was ihm die Betreuer und Trainer des TSV 1860 Hanau damals alles gegeben haben. Nach kurzen würdigen Worten der Oberbürgermeisterin und des Ex-Vorsitzenden der 60er Dieter Neidhardt enthüllte Rudi an der Wand des Umkleidehauses unter großem Beifall den Namenszug „Rudi Völler Sportanlage“. Als Gastgeschenk überreichten ihm die 60er ein Original Straßenschild „Lamboystraße“ über das sich Rudi besonders gefreut hat. Wenn er im November sein neues Haus in Leverkusen bezieht wird es einen besonderen Platz erhalten.

Trotz mehrmaligen Hinweis der Verantwortlichen der Stadt auf den Zeitplan, lies es sich Rudi nicht nehmen fast eine halbe Stunde Autogramme zu schreiben. Vielen Freunden und Bekannten konnte er dabei die Hand schütteln. Obwohl für diesen Festakt nur ca. eine Stunde zur Verfügung stand, freuen sich die Verantwortlichen der 60er darüber, dass die Fans nur bei dieser Gelegenheit einen so engen Kontakt zu unserem Rudi an diesem großen Tag hatten. Außer für Autogramme stand Rudi auch für viele Fotos mit seinen begeisterten Anhängern zur Verfügung, z. B. für ein Gruppenfoto mit den Kinziggeistern einer tollen Guggenmusikerkapelle, die die Veranstaltung mit ihrer originellen Musik umrahmte. Nach Ende der Veranstaltung an der Rudi Völler Sportanlage gab es noch einmal einen Standortwechsel, diesmal in den weißen Saal des Schloß Philippsruh, wo Rudi im Rahmen einer Gala gewürdigt wurde. Rainer Calmund seines Zeichens Manager bei Bayer Leverkusen hielt auf Rudi eine Laudatio in der ihm eigenen Art. Über die fehlende Trainerlizenz Rudis sagte er folgendes: Es gibt viele Trainer die auf der Sporthochschule Köln ihre Ausbildung mit Auszeichnung beenden, dann ein gescheites Buch schreiben das keiner lesen will und anschließend in der täglichen Arbeit kein Bein auf den Boden bringen. Was Rudi auszeichnet ist eine jahrelange Erfahrung, ein guter und starker Charakter und was viele nicht haben – einen gesunden Menschenverstand.

DANKE RUDI

Der Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten und der TSV 1860 Hanau sind stolz auf dich.

Ruuuuuuudi Ruuuuuuudi