18 | 08 | 2019

Volleyball

Abwehrduell in 4 Akten

Am gestrigen Samstagabend trafen wir im vorletzten Heimspiel der Saison auf die Elfen des FSV Bergshausen.
Satz 1 startete dann auch recht spektakulär mit einem Kampf um Punkt 1, der gefühlte 46 Netzüberquerungen andauerte und alle Beteiligten ziemlich zum Schnaufen brachte - mit dem glücklicheren Ende für die Heimmannschaft. Punkt 2 dauerte immerhin nur noch 25 Netzüberquerungen - diesmal mit dem besseren Ende für die Gäste - und ließ erahnen, dass dies ein abwehrstarkes Spiel werden würde.
Es galt für uns umzusetzen, was im letzten Spiel nicht so recht klappen wollte, und daher in den vergangenen 2 Wochen besonders trainiert worden war: mutigere Aufschläge und eine beweglichere Abwehr. Beides schien zu Spielbeginn gut zu funktionieren und beim Stand von 9:3 hatten wir bereits 4 Punkte durch Aufschläge erzielt. Auch in der Abwehr waren alle bei der Sache, nicht umsonst dauerten die Spielzüge so lang. Es mangelte jedoch am Angriffsdruck und machte es schwer gegen abwehrstarke Bergshäuserinnen den Ball auf den Boden zu bringen. Dennoch klappte auch das im weiteren Satzverlauf gerade über die Außenposition immer besser und bescherte uns den 25:17-Satzgewinn.

Satz 2 - was soll man dazu schon sagen - verlief eben wie der typische 2. Satz der 1. Damenmannschaft des TSV 1860 Hanau: Unsere Angriffe wurden nachlässiger, was die Gegner besser ins Spiel finden ließ und schließlich zur Satzmitte hin zu einem 14:20-Rückstand unsererseits führte, den wir nicht mehr aufholen konnten. Gerade über die Mittelblockerposition lief an diesem Tag kaum etwas zusammen und mehrere Spielerinnen haderten mit ihrer eigenen Leistung. Vollkommen zurecht ging dieser Satz mit 17:25 an die Elfen.

TSV Hanau Damen 1 - Heimspiel Bergshausen
TSV Hanau Damen 1 - Heimspiel Bergshausen



Satzpause. "Körpersprache, Mädels, Körpersprache!", waren die Worte unseres Trainergespanns, wussten wir doch aus dem letzten Spiel welche Auswirkung dieses entscheidende Detail auf dem Spielfeld für den Gegner haben kann. Dabei unterstützten uns die anwesenden Zuschauer gestern tatkräftig, in dem sie jeden noch so unspektakulären Punkt lautstark bejubelten - ein großes Dankeschön dafür! - und uns damit wieder nach vorne pushten.
Dennoch haderten wir in den Sätzen zwei und drei wie schon am letzten Spieltag mit dem 1. Schiedsrichter, der gleich 3 unserer Punkte über die Mitte durch Fehlentscheidungen für den Gegner wertete. "Schiri-wir-wissen-wo-dein-Auto-steht!"-Rufe nützten in dem Fall nichts, war der 1. Offizielle mit seinen 15 Jahren wohl noch nicht im Besitz eines Führer- geschweige denn Fahrzeugscheins - und wurden daher unterlassen. Also besannen wir uns beim 8:12-Rückstand in Satz 3 wieder auf unsere Stärken. Mit Isa am Aufschlag, die gestern auch im Angriff einen Sahnetag hatte, egalisierten wir den Rückstand. Beim 18:16 erkämpften wir uns zum ersten Mal eine 2-Punkte-Führung und strichen mit dem 25:21 unseren 1. Zähler auf dem Punktekonto ein.

Das Motto für Satz 4 war glasklar: Keinen zweiten 2. Satz! Und so setzten wir die Gäste gleich zu Satzbeginn mit starken Aufschlägen unter Druck und spielten eine 10:3-Führung heraus. Zwar ließen wir die Bergshäuserinnen zwischenzeitlich noch einmal punktemäßig auf Tuchfühlung gehen. Dennoch war dieser 4. Satz durch gute Block-und Abwehraktionen zu keiner Zeit in Gefahr und wurde schließlich mit 25:18 beendet.

Alles in allem war dies kein überragendes Spiel unsererseits, obwohl wir die Defizite des Naurod-Spiels ganz klar ausmerzen konnten. Dennoch haben wir 3 Pflichtpunkte geholt, sodass wir nächste Woche in Bad Vilbel theoretisch die Meisterschaft einen Spieltag vor Saisonende perfekt machen können.
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